Leitbild

Die einzigen Farben, die im Stadion zählen, sind die deines Vereins.

Wir sind eine blau-weiße Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, gegen jede Art der Diskriminierung aktiv zu werden. Unser Engagement für Vielfalt, ein menschliches Miteinander und gegen Rassismus ist unter dem Oberbegriff der Antidiskriminierungsarbeit zusammenzufassen. Für Betroffene spielt es keine Rolle, ob sie wegen ihres Geschlechtes, ihrer Hautfarbe, Sprache oder Herkunft, ihrer Liebe, Religion oder Einschränkungen ausgegrenzt, beleidigt, bedroht und verfolgt werden. Es bleibt in jedem Fall eine unerträgliche Diskriminierung, mit der wir uns nicht abfinden wollen.

Durch die Zuspitzung in den Kriegs- und Krisengebieten der Welt 2015 flohen deutlich mehr Menschen als zuvor in großer Not auch nach Deutschland,  sodass Flucht und Migration zum großen Thema in der Öffentlichkeit wurden. Neben einer beeindruckenden Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, erhielten allerdings auch der Rechtspopulismus und der daraus folgende Rechtsextremismus in Deutschland einen beunruhigenden Aufwind. Auch in vielen anderen Ländern Europas ist diese Entwicklung nach rechts wahrzunehmen. Doch für uns zählt in erster Linie das, was vor unseren Augen geschieht. Hier ist das antirassistische Engagement aller Teile der (Zivil-)Gesellschaft gefordert. Dazu gehört für uns auch die Fußballwelt.

Die Entwicklung in Deutschland, wo Jagd auf Menschen gemacht wird, wo Flüchtlingsunterkünfte brennen und die Zahl der rassistisch motivierten Gewalttaten weiter ansteigt, führte im Herbst 2015 dazu, dass Fans von Hertha BSC den schon lange existenten Willen zu antirassistischen Aktionen in unserem Umfeld artikulierten und sich erstmals zu diesem Zweck im Fanprojekt Berlin trafen. Vorerst blieben die Anwesenden allerdings bei ihren eigenen Gruppen-Aktionen und dem persönlichen Engagement abseits des Fußballs.

Zu Saisonbeginn 2016/2017 wurde ein neuer Versuch unternommen, diese Kräfte zu bündeln und etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Nach dem ersten Treffen in vergrößerter Runde war schnell klar, dass eine festere Initiative entsteht, die auf den drei Säulen Fans – Fanbetreuung –  Fanprojekt ruht. Dass die größte Beteiligung bei den Herthafans selbst liegt, war dabei ausdrücklich von allen gewünscht. Die Aktionen zur Unterstützung geflüchteter Menschen sollen weiter zu den Hauptanliegen gehören.

Wir verstehen unser Engagement als Arbeit für demokratische Werte, die einen Beitrag zur Aufklärung leistet und menschliches Miteinander der Vielfalt fördert.  Der Fußball kann hier wichtige Brücken bauen.

Berlin als unsere Heimatstadt zeigt Tag für Tag, wie Menschen verschiedener Herkunft friedlich zusammenleben können. Dies gilt es auch im Umfeld von Hertha BSC noch stärker als bisher zu verankern.

Unser Verein heißt Hertha BSC. Ihm sind wir verbunden und deswegen werden wir:

  • kritisch und klar Stellung beziehen, wenn es zu Diskriminierungen kommt,
  • ansprechbar für alle Fans sein, die Opfer von Diskriminierungen werden,
  • durch Aktionen, Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Fanartikel Aufmerksamkeit für unsere Arbeit schaffen ,
  • eine Diskussionsplattform bieten und menschliche Begegnungen ermöglichen,
  • geflüchtete Menschen in unserer Nähe aktiv unterstützen und ihnen helfen in Berlin und in diesem Land anzukommen.
  • an einer Atmosphäre mitwirken, die keinen Platz für Rassismus zulässt,
  • Schnittstelle zu anderen Initiativen sein, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt einsetzen.

Um diese Ziele durchsetzen zu können, benötigen wir Eure Unterstützung. Habt ihr Ideen, dann zögert nicht uns anzusprechen. Wir sehen uns bei unseren Veranstaltungen und natürlich im Olympiastadion bei dem Verein, der uns alle verbindet!

Ha Ho He – Hertha BSC